12 Wochen forschen, tüfteln und präsentieren: Die MINT Challenge 2026
Was passiert, wenn Kinder und Jugendliche ihren eigenen Forschungsfragen nachgehen dürfen? Die Antworten darauf gab es bei der MINT Challenge 2026 zu sehen.
317 Schülerinnen und Schüler aus neun Salzburger MINT-Mittelschulen haben in den vergangenen zwölf Wochen geforscht, experimentiert und eigene Projekte entwickelt. Die Themen waren so vielfältig wie die jungen Forschenden selbst: Von Mensch vs. Maschine über Alltagsbakterien und DNA bis hin zu Klimafragen und einem eigenen Naschlabor war alles dabei.
Die MINT Challenge ist dabei viel mehr als das große Finale am 2. Juni 2026. In Teams mit ein bis drei Personen entwickeln die Schüler:innen zunächst eine Forschungsfrage, stellen Hypothesen (Vermutungen) auf, führen Experimente durch, dokumentieren ihre Ergebnisse und präsentieren ihre Erkenntnisse. Kurz gesagt: Sie arbeiten wie echte Wissenschafter:innen.
An vielen Schulen wurde die Projektarbeit mit eigenen Vorentscheidungen gefeiert. Manche präsentierten ihre Projekte vor Mitschülerinnen, andere vor Eltern oder der gesamten Schulgemeinschaft. So wurde aus der MINT Challenge bereits lange vor dem Finale ein besonderes Erlebnis. An einer Schule wählten die Eltern die besten Projekte aus – zu gewinnen gab es neben der Teilnahme am Finale sogar Preise wie einen 3D-Drucker.
Forschung zum Anfassen
Beim großen Finale in der BAUAkademie Salzburg präsentierten schließlich die besten Teams ihre Projekte vor mehr als 300 Besucher:innen. Sie beantworteten Fragen an ihren Marktständen und stellten ihre Ergebnisse auf der Bühne vor. Für zusätzliche Begeisterung sorgte eine Science Show mit zwei Chemikern: Mit Feuer, Trockeneis und verblüffenden Experimenten brachten sie das Publikum zum Staunen und zeigten eindrucksvoll, wie spannend Naturwissenschaften sein können.
Auch abseits der Bühne gab es viel zu entdecken. An den Mitmachstationen der Netzwerkpartner:innen wurde gebaut, getüftelt, experimentiert und ausprobiert. Ob knifflige Aufgaben, spannende Experimente oder kreative Herausforderungen – die Stationen luden dazu ein, selbst aktiv zu werden und Neues auszuprobieren.
Die Jury zeigte sich beeindruckt von der Qualität der Projekte, der Kreativität der Ideen und dem Mut der Schüler:innen, ihre Forschungsergebnisse vor großem Publikum zu präsentieren. Für eine Überraschung sorgte das Ergebnis: Zwei Teams lagen punktgleich an der Spitze und teilten sich den ersten Platz. Über den Publikumspreis entschieden die Besucher:innen selbst. Beim Murmelvoting konnte jede Person ihr Lieblingsprojekt auswählen und mit einer Murmel unterstützen.
Diese Teams überzeugten besonders:
Platz 1: Climate Crew – David2 – Beat the Heat
- David Mösl und David Eisl (MS Strobl)
- Klassenpreis: Workshop bei den School MakerDays (Making in Salzburg)
- Persönlicher Preis: mBot (programmierbarer Miniroboter)
Platz 1: Physics Battle – Druckluft vs. Schwerkraft
- Nathanael Schaidreiter (MS Schwarzach)
- Klassenpreis: Maker Workshop für Pionier (Pioniergarage Salzburg)
- Persönlicher Preis: mBot (programmierbarer Miniroboter)
Platz 3: DNA – Der Bauplan des Lebens
- Isabella Höller, Mirjam Reichholf und Theresa Zotter (MS Mittersill)
- Klassenpreis: Entdeckungstour zwischen realen und virtuellen Welten (iDEAS der Universität Salzburg)
- Persönlicher Preis: Selbstbaulautsprecher
Publikumspreis: Climate Crew – David2 – Beat the Heat
- David Mösl und David Eisl (MS Strobl)
- Klassenpreis: Entdeckungstour zwischen realen und virtuellen Welten (iDEAS der Universität Salzburg)
- Persönlicher Preis: Cyborg Hand
Mehr als ein Wettbewerb
Herzlichen Glückwunsch an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer! Die MINT Challenge hat einmal mehr gezeigt, wie viel Neugier, Kreativität und Forschungsgeist in Salzburgs Kindern und Jugendlichen steckt.
Mindestens genauso beeindruckend wie die Projekte war die Stimmung vor Ort. Mehr als 300 Schüler:innen verfolgten die Präsentationen mit großer Aufmerksamkeit, feuerten ihre Favorit:innen an und stellten interessierte Fragen. Vor der Bekanntgabe der Gewinner:innen war die Spannung im Saal deutlich zu spüren. Als die Siegerteams schließlich verkündet wurden, wurde laut gejubelt und geklatscht. Ein Team hatte sogar seinen eigenen Fanclub mitgebracht, der jeden Erfolg begeistert feierte. Die MINT Challenge zeigte damit nicht nur Forschungsgeist, sondern auch, wie viel Zusammenhalt und Begeisterung in den MINT-Mittelschulen steckt.
Über die MINT Challenge
An der zweiten MINT Challenge nahmen neun Salzburger MINT-Mittelschulen teil: Bergheim, Eugendorf, Golling, Köstendorf, Mittersill, Schwarzach, Strobl, Thalgau und Uttendorf.
Hinter der MINT Challenge steht ein starkes Netzwerk aus Bildung, Wissenschaft, Wirtschaft und öffentlicher Hand. Zu den Partner:innen zählen die Bildungsdirektion Salzburg, das Land Salzburg, die Wirtschaftskammer Salzburg, die Industriellenvereinigung Salzburg, Pongau entwickelt Potenziale, der Verband der Chemielehrer:innen Österreichs sowie MINT Salzburg und Innovation Salzburg. Gemeinsam ermöglichen sie Kindern und Jugendlichen, Forschung und Technik selbst zu erleben, eigene Ideen zu entwickeln und wissenschaftliches Arbeiten kennenzulernen.