Zu Besuch in der Kinderstadt Mini-Salzburg
Wie funktioniert eigentlich eine Stadt? Wer sorgt dafür, dass der Bus fährt, der Müll abgeholt wird oder Menschen medizinisch versorgt werden? Und wie entstehen Produkte, Nachrichten oder neue Ideen?
In der Kinderstadt Mini Salzburg erleben Kinder all das nicht nur aus der Ferne – sie gestalten ihre eigene Stadt selbst. Wir waren zu Besuch und durften mit Presseausweisen ausgestattet einen Blick hinter die Kulissen werfen. Eines ist uns dabei sofort aufgefallen: Die Kinder nehmen ihre Aufgaben mit großer Begeisterung und erstaunlich viel Ernsthaftigkeit wahr. Unsere Ausweise wurden kontrolliert, wir wurden freundlich angesprochen und an jeder Station bekamen wir spannende Einblicke in die Arbeit der jungen Stadtbewohner:innen.
Mini Salzburg funktioniert wie eine echte Stadt. Es gibt ein Rathaus, eine Bank, eine Gesundheitskassa, ein Krankenhaus, eine Apotheke, öffentliche Verkehrsmittel, Polizei, Medien und viele weitere Einrichtungen. Die Kinder arbeiten, verdienen ihre eigene Währung, zahlen Steuern, gehen zur Wahl und übernehmen Verantwortung. Sogar für den Arztbesuch braucht es – ganz wie im echten Leben – eine E-Card.
Werkstätten, Labore und jede Menge Neugier
Besonders gefreut hat uns, wie selbstverständlich das Tüfteln, Forschen und Entdecken Teil dieser Stadt ist. Gemeinsam mit zahlreichen Partner:innen aus dem MINT-Netzwerk entstehen Angebote, bei denen Kinder selbst aktiv werden können. Sie programmieren kleine Roboter, arbeiten mit 3D-Druckern und Lasercuttern oder sammeln erste Erfahrungen mit Elektronik und Löten.
Daneben laden verschiedene Werkstätten zum kreativen Arbeiten ein – mit Holz, Metall, Ton oder Papier. In der Forschungsstation wird experimentiert, beobachtet und entdeckt: Hier beschäftigen sich die Kinder mit biologischen und chemischen Experimenten und erforschen die Natur.
Viele Partner:innen aus dem MINT-Netzwerk gestalten das Programm mit und machen Technik, Naturwissenschaften und kreatives Arbeiten für die Kinder unmittelbar erlebbar. Mit dabei sind unter anderem MINT:labs Science City Itzling, Universität Salzburg, Salzburg Research, FH Salzburg, Gemini, Pioniergarage Salzburg, Hacker School Austria, at+s Architektur Technik Schule, Center for Human-Computer Interaction der Universität Salzburg, Pädagogische Hochschule Salzburg und das Land Salzburg.
Unser Fazit
Mini Salzburg zeigt eindrucksvoll, wie Lernen gelingen kann, wenn Kinder selbst gestalten dürfen. Sie übernehmen Verantwortung, arbeiten im Team, lösen Probleme und entdecken ganz nebenbei neue Interessen und Talente. Genau solche Erfahrungen machen Lust darauf, Fragen zu stellen, Dinge auszuprobieren und die Welt mitzugestalten.
Hinweis: Zum Schutz der Kinder gelten in Mini Salzburg strenge Fotoregeln. Deshalb sind auf unseren Bildern keine Kinder erkennbar.